Der eingeläutete Abwärtstrend begann sich nun fortzusetzen. Zu allem Bedauern mußten wir 1984 von der Bezirksliga auch wieder in die A-Klasse absteigen. Im Jahre 1985 wurde erstmals über die Fusion mit einem anderen Verein nachgedacht, da in absehbarer Zeit nicht mehr genug Spieler für 2 Senioren-Mannschaften zur Verfügung stehen würden. Nach dem weiteren Abstieg 1986 in die B-Klasse wurde in 1987 die Fusion mit dem TSV Lauter zur Fußballspielgemeinschaft (FSG) Queckborn/Lauter Wirklichkeit. Da die Spielerdecke nun jedoch für 3 Mannschaften ausreichte, meldete man eine 3. Mannschaft an, die für den VfR Lich III die Reservespiele bestritt. Nach drei Spielzeiten mußte man diese zusätzliche Mannschaft jedoch wieder abmelden, da die Anzahl der verfügbaren Spieler zurück gegangen war.
Bereits im ersten Jahr der Fusionierung belegte die FSG den 1. Tabellenplatz in der B-Klasse und stieg 1988 in die A-Klasse auf. In den Jahren danach belegten wir immer Tabellenplätze im oberen Drittel. 1993 feierte die Damengymnastik-Abteilung ihr 25-jähriges Bestehen. Zu dieser Feier im Rahmen der Queckborner Kirmes kamen 29 weitere Gymnastikgruppen aus dem Umkreis und sorgten mit ihren Vorführungen für ein unvergeßliches Erlebnis. Im Jahr 2000 gründete sich unter dem Dach des Sportvereins eine weitere Gymnastikgruppe, die Männergymnastik, die auch schnell regen Zulauf erfuhr.
Im Jahre 2001 wurde vom Hessischen Fußballverband eine Neugliederung der Senioren-Klassen angeordnet. Für unsere FSG bedeutete dies, daß wir trotz eines 10. Tabellenplatzes einen Zwangsabstieg in die B-Klasse hinnehmen mußten. Aber es gab auch Erfreuliches in diesem Jahr, aus unserem Nachwuchs wurden zwei Mädchentanzgruppen gegründet, die Tanzgarde und "Mexraife". Diese hatten zum Fasching 2002 ihren ersten Auftritt und wurden begeistert gefeiert. Die FSG versuchte nach dem Abstieg einen Neubeginn mit einer relativ jungen 1. Mannschaft, die viel Potenzial hatte, der aber anfangs noch die Erfahrung fehlte.
Sportlich, fußballerisch und auch sonst sieht es in 2005 für den SV und die FSG wieder recht erfreulich aus. Der Sportverein erfeut sich wachsender Unterstützung, was durch die seit Jahren stetig steigende Anzahl der Mitglieder deutlich wird (etwa 400). Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Leuten in der Vereinsführung. Wir haben eine ständig wachsende Gymnastikabteilung, die bei Festivitäten immer wieder eine Bereicherung für das Publikum und den ganzen Ort ist. Wir haben eine junge 1. Mannschaft, die dabei ist, sich einen Platz in der Spitzengruppe der B-Klasse Alsfeld zu erkämpfen. Und wir haben vor allem ein Reservoir von etwa 70 jugendlichen Spielern, die Anlass zur Hoffnung geben, daß sie einmal die Zukunft der FSG und damit auch des SV Queckborn sein werden. Der SV ist also im 79. Jahr seit seiner Gründung ein junger Verein geblieben, von dem man in der Zukunft hoffentlich noch vieles hören wird.
Die Geschichte unserer Sportstätten
Am 6. Juli 1927 erteilte die Gemeinde dem Fußballclub die Genehmigung, den Spielbetrieb auf der "Madamm" auszuüben, also den Gemeindewiesen am Buschberg (das liegt hinter dem Ortsausgang von Queckborn am Schnepfenhain, wenn man nach dem Ortsschild geradeaus fährt, also den Teerweg links der Kreisstraße hinein).
Am 13. Januar 1928 wurde mit der Gemeinde nach vielen Verhandlungen ein Pachtvertrag abgeschlossen, in dem dem SV die damaligen Gemeindewiesen am Laubacher Weg zur Sportplatznutzung überlassen wurden. Mit Begeisterung ging man an die Planierung des Platzes. Es wurden Gräben zugeschüttet und Hügel abgehoben, alles ohne maschinelle Unterstützung. Der Pachtvertrag hatte ein Laufzeit von 4 Jahren und wurde danach jährlich verlängert: Die ersten 4 Jahre waren 141 Reichsmark zu zahlen (diese Pacht war die gleiche wie für landwirtschaftlich genutztes Gemeindeland, in heutigen Preisen etwa 60 Euro), danach kam man überein, die Pacht auf 50 Reichsmark pro Jahr abzusenken.
Nach dem Krieg enstand auf diesem Sportplatz das Werksgelände der Firma Jäger & Sohn, somit war der 1946 wieder auflebende Verein wiederum ohne Sportplatz. Zum Ausgleich sollte am Münsterer Berg von der Firma Jäger ein neuer Sportplatz gebaut werden. Die Arbeiten wurden zwar begonnen, jedoch nach einiger Zeit wieder eingestellt. Dieser Sportplatz wurde nie fertig. So mußte der Verein auf verschiedenen, von den Landwirten zur Verfügung gestellten Wiesen spielen.
In 1947 stellte die Gemeinde dann das Wiesengelände "Auf den 7 Morgen" in der Surbach (Ortausgang Queckborn in Richtung Grünberg) dem Verein zur Verfügung. Da dieses sich aber nicht als das ideale Sportgelände erwies, kam man mit der Gemeinde überein, auf dem mittlerweile stillgelegten Behnhofsgelände der Butzbach-Licher-Eisenbahn am Laubacher Weg einen neuen Sportplatz zu erstellen. Dennoch ging der Spielbetrieb in der Surbach bis 1961 weiter.
Nach vielen Verhandlungen und aufopferungsvollen Arbeiten der Vereinsmitglieder sowie der tatkräftigen Unterstützung der Gemeinde konnte der neue Sportplatz fertig gestellt und am 24. Juni 1962 eingeweiht werden. Die Kosten des Sportplatzbaus beliefen sich auf 43000 DM (davon 22000 DM Gemeinde, 6000 DM Land Hessen, 5000 DM Hessischer Fußballverband, 10000 DM SV Arbeitsleistungen). Aus dem ehemaligen Bahnhofsgebäude wurde eine Sporthalle mit Umkleide- und Duschräumen, die in 1968 fertig gestellt wurde. Im Jahre 1975 konnte dann in Eigenleistung und unter der Regie von Reinhold Schleer am Sportplatz die Sportklause errichtet werden. Das 4 mal 9 Meter große Gebäude wurde als Verkaufs- und Gastraum während der Fußballspiele und danach genutzt, außerdem wurde sie für private Feiern vermietet.
Im Laufe der Jahre entsprach der Sportplatz am Laubacher Weg nicht mehr den Erfordernissen. Mit dem Etablieren in der Bezirksliga in den 70ern war der Sportplatz schon nicht mehr standesgemäß, mit dem Aufstieg 1979 in die Landesliga wuchs dann der Druck zusätzlich, einen besseren Sportplatz zur Verfügung zu haben. So konnte 1980 der 1. Spatenstich für das Sportheim am Heegweg gemacht werden. Am 21. August 1981 wurde der Sportplatz mit einem Spiel gegen Maccabi Tel Aviv (1:2) eingeweiht. Leider war zu diesem Zeitpunkt das neue Sportheim noch nicht fertig gestellt, dieses wurde 1982 bezogen. Die nun "Alter Sportplatz" genannte Spielstätte am Laubacher Weg wurde zunehmend als Ausweich- und Trainingsplatz benutzt.
Im Jahre 1999 wurde endlich mit dem Bau einer Flutlichtanlage am Sportplatz Heegweg begonnen. Diese konnte im Februar 2000 mit einem Spiel gegen die Offenbacher Kickers eingeweiht werden. In 2003 wurde die mittlerweile nicht mehr genutzte Sportklause am Laubacher Weg, die sanierungsbedürftig geworden war, an den Queckborner Obst- und Gartenbauverein verkauft.